Vermutlich hat Sie ein Link oder eine Suchmaschine auf unsere Seite geführt. Deshalb vorab ein paar Worte in eigener Sache, denn normalerweise liefert die Rezeptionsanalyse den empirischen Nachweis der Wirkungen medialer Inhaltsangebote auf das Verhalten und Bewußtsein der Rezipienten. Leider können die intervenierenden Variablen und die Vielfalt der Rezipientenaktivitäten in der sozialwissenschaftlichen Rezeptionsforschung im World Wide Web nicht abgebildet werden. Qualitative Interpretations- und Analysemodelle werden Sie deshalb hier auch nicht finden, sondern rein quantitative Analysen von Kommunikaten (Texten) mit festgelegten Merkmalen und intrinsischen Potentialen, die von verschiedenen Rezipientengruppen auf unterschiedliche Art genutzt werden. Tiefergehende Aussagen über das Leseverhalten von bestimmten Zielgruppen müssen und sollen jedoch im Rahmen unserer systematischen Grundlagenforschung ausgeblendet bleiben. Trotzdem möchten wir Sie ermutigen, sich mit unseren Texten zu beschäftigen, denn die hier angebotene Informationsvielfalt bzw. das Wirkungspotential der Kommunikate ist selbstverständlich immer auch ein Teil sozialer (Alltags-)Praxis.
Wissen führt zu Erkenntnis, wenn durch den einzelnen Rezipienten ganz subjektiv erkannt wird, welche Relevanz die Einzelinformationen besitzen und wie diese für die Lösung eines bestehenden Problems genutzt werden können. Erkenntnis ist demnach immer von Subjektivität geprägt. Hier liegt dann auch der Ansatzpunkt für die Methoden der Rezeptionsanalyse bzw. Nutzungs- und Wirkungsforschung.
Wie eingangs bereits erwähnt, sind die verschiedenen Verarbeitungsebenen und die wissensbasierten Verstehensprozesse des Lesers für uns unzugänglich. Internetangebote wie dieses, können jedoch wichtige Vorarbeiten leisten und folgende Fragen beantworten:
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